Opensuse 10.2
Aus Software
Ich möchte die hier Einrichtung für einen Firebird Datenbankserver unter opensuse 10.2 beschreiben. Keinesfalls ersetzt diese HowTo, falls man das so nennen kann, ein Handbuch bzw. fundierte Kenntnisse unter Linux. Es handelt sich hier um meinen Weg zur Nutzung eines Linux-Servers als Datenbankservers für meine Schlüsselverwaltungen und Energiekostenverwaltung.
Bei mir kam ein älterer Rechner (Celeron 1200) mit 256 MB Ram zum Einsatz.
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Vorbereitungen
- Herunterladen der notwendigen CD-Images für unter http://www.opensuse.org. Ich habe zwar alle 5 Images heruntergeladen, benötigt wurden aber eigentlich nur die ersten 3 Images.
- Brennen der Iso-Images auf CD
- Installation von Opensuse beginnend von CD 1.
- Eventuell Neustart des neu installierten Linux-Servers und Anmeldung als root
- Herunterladen des Firebird-Servers von http://sourceforge.net. Ich habe den Super-Server als RPM Package in Version 2.1 heruntergeladen und unter Linux installiert. Der Super-Server ist downloadbar unter http://sourceforge.net/project/showfiles.php?group_id=9028&package_id=12460&release_id=519591
Einrichtung
Der Linux-Server inklusive des Firebird-Servers ist jetzt installiert und grundsätzlich betriebsbereit. Sie können jetzt den Firebird-Server lokal auf dem Linux-Server in einem Konsolenfenster testen. Dazu wird beim Firebird-Server ein tool mit dem Namen ISQL mitgeliefert, welches sich unter /opt/firebird/home/bin befindet.
Darin befindet sich unter Anderem ein examples Verzeichnis mit einer Beispieldatenbank, die den Namen employee.fdb trägt. Zusätzlich wird eine Textdatei SYSDBA.password erzeugt, die das Passwort für den Datenbanknutzer SYSDBA enthält. Dieses wurde in früheren Versionen fest auf masterkey gesetzt, heute unter Linux aber aus Sicherheitsgründen zufällig gesetzt.
Wechseln Sie also zum Verzeichnis /opt/firebird/bin und tippen Sie in die Konsole ./isql ein und drücken ENTER
Es erscheint die Meldung: Use CONNECT or CREATE Database...
Wir werden uns nur verbinden und geben deshalb
CONNECT employee.fdb user SYSDBA password IhrPasswort ein;
Drücken Sie dann Enter (IhrPasswort ist dabei das SYSDBA Passwort aus SYSDBA.password -))
Wenn alles richtig läuft, dann meldet ISQL die Verbindung zur Datenbank. Sie können jetzt SQL Statements auf die Datenbank absetzen. Da wir aber nur feststellen wollen, ob Firebird funktioniert geben Sie hier bitte
quit; ein und drücken ENTER.
Mit der Information "Firebird läuft lokal auf dem Linux-Server" können wir jetzt mit der Einbindung des Netzwerkes starten bzw. die Datenbank tskeydaten.gdb auf den Server kopieren und die Schlüsselverwaltungs-Clients mit der Datenbank verbinden lassen.
Einstellungen in der firebird.conf
Zumindest bei mir liess sich der Firebird-Server zuerst nicht über das Netzwerk erreichen. Beim Versuch vom Windowsrechner mittels
Telnet IP-Adresse des Linux-Servers 3050
wurde die Verbindung durch den Linux-Server zurückgewiesen. Ursache ist die fehlende Konfiguration des Firebird-Servers. Diese Einstellungen werden in der Datei firebird.conf vorgenommen, die sich unter /opt/firebird befindet.
Ich habe dort eingestellt:
- DatabaseAccess=Full
- Authentication=mixed
- RemoteServicePort=3050
und abgespeichert. Dann habe ich diese Datei einmal ausgeführt also in der Konsole
firebird.conf
eingetippt und gestartet.
Jetzt zur Sicherheit nochmal von Windows aus
Telnet IP-Adresse des Linux-Servers 3050
probieren. Jetzt sollte keine Fehlermeldung mehr kommen.
Kopieren der Datenbank auf den Linux-Server
Auf meinem Linux-Server wurde bei der Installation neben root auch ein Benutzer thomas eingerichtet ,der über keine root-Rechte verfügt. in dessen Home-Verszeichnis habe ich ein Verzeichnis datenbank angelegt und darin die Datei tskeydaten.gdb aus einer aktuellen Schlüsselverwatungsinstallation (TSKey 2006, TSGruppenkesy 2008 oder TSObjektkey 2008) unter Windows hineinkopiert.
Bei der Installation des Firebird-Servers wurde zusätzlich eine Usergruppe Firebird eingerichtet. Diese sollte auch Schreib/und Leserechte auf die Datei tskeydaten.gdb haben. Andere benötigen nur Leserechte.
Einrichten eines Datenbank-Alias
Firebird bietet nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen die Möglichkeit Datenbank-Aliase zu nutzen. Damit können quasi die Pfade zur Datenbank nach aussen hin "versteckt" werden. Dies geschieht in der Datei alias.conf, die sich im Verzeichnis /opt/firebird befindet. Darin ist auch ein Beispiel erläutert. Leegen sie dort also ähnlich wie beim Beispiel einen Alias an und merken sie sich diesen Namen.
Sie haben jetzt alles eingerichtet, was unter Linux zum Betrieb eines Datenbankservers benötigt wird. In einem anderen Kapitel wird die Anbindung der Clientrecher an den Datenbankserver erläutert.
